Logo Thomas Block Naturfotografie
 

Aufbruchstimmung

Endlich geht es wieder los Richtung Island! Fertig gepackt steht unsere „Rennschnecke“ da, die Flaggen der zu bereisenden Länder sind schon aufgeklebt. Wir werden es langsam angehen und auf dem Hinweg zwei Übernachtungen bei Flensburg und in Jütland einplanen, sodass wir nach fünftägiger Anreise in Island ankommen werden. Vom Osten der Insel aus werden wir zunächst in den Norden reisen und die bekannten Attraktionen auf diesem Weg mitnehmen. Ein Highlight werden sicherlich die Walbeobachtungstouren im Norden sein. Dann ist ein längerer Aufenthalt in den Westfjorden mit den Vogelkolonien geplant. Abschließend werden wir den ersten Reiseteil auf der Halbinsel Snæfellsnes beenden, bevor es dann Mitte Juni erst einmal zurück nach Deutschland geht.

Der zweite Reiseteil beginnt dann Mitte Juli in der isländischen Hochsaison, wird vor allem das Hochland im Mittelpunkt haben und schließt mit einem dreitägigen Besuch der Färöer-Inseln ab.
Dieses Mal möchte ich vor allem Filmen – allerhand technischen Schnickschnack hierfür – von der Drohne bis zur 360Grad-Kamera und dem motorisierten Slider – wurde hierfür in den letzten Monaten getestet. Auf Helgoland, in Florida und in New Mexico konnte ich lernen, wie man Filmen und Fotografieren gut unter einen Hut bringen kann: Spontanes Herumfilmen in der Natur zwischen dem Fotografieren bringt meist eher langweilige Ergebnisse. Entscheidend ist vielmehr, vorher ein vernünftiges Drehbuch zu haben. Hat man dies, ist es recht einfach, die einzelnen Szenen abzudrehen und sich darüber hinaus auf das Fotografieren zu konzentrieren. Ein gutes Rezept ist es auch, einzelne Tage nur zu fotografieren, während man an anderen Tagen ausschließlich filmt.

Filmen und Fotografieren haben bei mir beide ihre Berechtigung. Interessant am Filmen finde ich vor allem das konzeptionelle projektbezogene Arbeiten, während man in der Tier- und Landschaftsfotografie eher „für den Moment lebt“. Übrigens, meine Frau ist natürlich wie immer für die Location-Fotos verantwortlich. Sie hat für die Reise die tolle Idee, ein ganz konventionelles Tagebuch mit ausgedruckten Bildern zu gestalten, ganz „old school“. Dafür haben wir einen Fotodrucker eingepackt.
Die Ergebnisse unserer Reise werde ich hoffentlich blad an dieser Stelle präsentieren können.

Veröffentlicht unter Allgemein, Fotoreisen | Hinterlasse einen Kommentar

Þórsmörk – Reise durch das isländische Hochland

So langsam rückt unsere zweimonatige Islandreise näher. Wer mich kennt weiß, dass ich es liebe, mich im Vorfeld sorgfältig auf die Reise vorzubereiten und mich so auch schon ein wenig einzustimmen. Obwohl es bis zum Start im Mai noch eine ganze Weile hin ist, sind Foto- und Video-Ausrüstung schon fertig gepackt.
Fähre und Flug haben wir diesmal über Natur Pur Reisen gebucht. Das Reiseunternehmen wurde zum Jahreswechsel von Helge Herrmann und Johannes Hünerfeld übernommen. Herr Hünerfeld hat einen sehr guten Wohnmobilreiseführer für Island geschrieben, der uns bei unserer Reise in 2016 ein treuer Begleiter war und gerade in neuer Auflage erschienen ist.
Die letzte Planungslücke für 2018 war, einen Unterstand für unser Fahrzeug für einen Monat in Island zu finden. Herr Hünerfeld war so nett und hat uns einen entsprechenden Kontakt zu Europcar vermittelt, die in der Nähe des Flughafens Stellplatzressourcen haben. Wir hatten bereits 2016 einen Camper bei Europcar gemietet und waren sehr zufrieden. Der Manager von Europcar hat unseren Wunsch nach einer Unterstellmöglichkeit unglaublich hilfsbereit und unkompliziert erfüllt. Es ist sehr schön zu sehen, dass es diese isländische Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit trotz des Massentourismus noch immer gibt!
Gerne erinnern wir uns an die tollen Fahrten durch das isländische Hochland mit dem Camper von Europcar zurück. Damit ich meine rudimentären Kenntnisse bei Adobe Premiere nicht verliere, habe ich ein kleines Filmchen zu dieser Tour zusammengebastelt. Aufgenommen wurden die Clips wie auch bei meinem Video über Kerlingarfjöll Kerlingarfjöll mit GoPro 3 und 4 und einem Gimbal von FeiyuTech.




Veröffentlicht unter Allgemein, Berichte und Tipps, Fotoreisen | Hinterlasse einen Kommentar

Sendepause Ende

Seit vier Jahren herrschte auf meiner Naturfotoseite Sendepause. Natürlich habe ich in diesen Jahren weiter fotografiert, aber vieles hat sich geändert. Doch der Reihe nach…

Im Jahr 2014 war ich ein letztes Mal in Florida. Mein neunjähriges Florida-Projekt war damit abgeschlossen und fand im Oktober 2014 seinen Höhepunkt in meinem Vortrag beim Internationalen Naturfotofestival in Lünen. In den ersten Jahren in Florida konnte ich noch unbeschwert alles ablichten, was mir vor die Linse kam, mit Fortschreiten der Jahre wurde es naturgemäß immer schwieriger, das Portfolio um noch fehlende Arten oder Locations zu ergänzen. So standen bei den letzten Reisen vor allem “Spezialaufgaben” wie Reportagen, Unterwasser und Filmen im Vordergrund, was zum einen überaus interessant und bereichernd, andererseits aber auch anstrengend war. Nach meinem Vortrag in Lünen hatte ich das Gefühl, erst einmal eine fotografische Pause zu brauchen. Und so fotografierte ich in den Folgejahren nahezu ausschließlich im Urlaub. Irgendwie hatte ich das Gefühl, meinen fotografischen Horizont erreicht zu haben und mir nichts mehr beweisen zu müssen. An Fotowettbewerben habe ich seitdem nicht mehr teilgenommen und meine Bilder auch nicht mehr öffentlich gezeigt.

In den letzten Jahren entdeckten meine Frau und ich Schottland für uns und es wurde fast so etwas wie eine zweite Heimat. Fotografie war immer ein Bestandteil der Reisen nach Schottland, aber oft stand etwas anderes wie beispielsweise meine Trekkingtouren im Vordergrund.

Einen neuen Boost in Sachen Fotografie brachte 2016 unsere erste Reise nach Island. Die fotografischen Möglichkeiten dort habe ich als atemberaubend empfunden und so haben wir für das Jahr 2018 eine lange zweimonatige Reise dorthin geplant.

Als echter Hemmschuh für das Hobby Fotografie stellte sich in den letzten Jahren immer mehr heraus, dass ich keine Lust auf die Bildbearbeitung hatte. Im Sommer 2017 habe ich mir dann “einen Tritt gegeben” und mich nach 15 Jahren Photoshop in Lightroom eingearbeitet. Dies war eine mehr als lohnenswerte Investition  – mein neuer Workflow verringert die Zeit, die ich vor dem Rechner sitze, auf ein Minimum. Auch habe ich wieder angefangen, kleine Filmprojekte zu initiieren. Hierzu habe ich mich in Adobe Premiere pro eingearbeitet.





Die Fotografie hat wieder einen deutlich größeren Teil meines Lebens eingenommen und ich bin gespannt, wie sich dies weiterentwickelt!

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , | 3 Kommentare

Ballast ablegen

Eine ganze Weile lang war es ruhig hier im Blog, da im letzten halben Jahr vor allem private Dinge bei mir im Vordergrund standen. Die Bilder meiner Floridareise Anfang dieses Jahres sind nun unter Bilder/Fotoreise ebenso online wie die der diesjährigen Reisen nach Schottland. Reisen? Ja, richtig – ich war dieses Jahr bisher zwei Mal in Schottland 🙂 Zunächst erlebten wir im Juni eine wunderschöne Hochzeitsreise mit dem besten Wetter, das wir in den letzen fünf Jahren während unserer Schottlandreisen hatten.

 

 

Schon eine ganze Weile ging ich mit dem Gedanken schwanger, alleine eine Trekkingtour mit der Kamera in Schottland zu machen. Da ich wildes Zelten in der Natur liebe, wollte ich autark ohne Versorgungsmöglichkeiten knapp eine Woche unterwegs sein. Die Ernüchterung kam dann beim ersten Erstellen einer Packliste. Zelt, Schlafsack, Essen und Kleidung bringen auch bei der Beschränkung aufs Nötigste und dem Einsatz von Ultraleichtausrüstung so viel auf die Waage, dass an die Mitnahme einer vollständigen DSLR-Ausrüstung nicht zu denken war. Bereits die EOS 5D III wiegt mit dem EF24-105 rund 1,5 kg, hinzu kommen noch ein stabiles Stativ und allerlei Zubehör, so dass schnell 4 Kilo zusammen sind – wohlgemerkt bei der erheblichen Einschränkung auf nur ein Objektiv.
 

Guter Rat war zunächst teuer. Rückblickend bin ich glücklich über den Umstand, nach fast 30 Jahren mit Canon SLR´s mal über den Tellerrand hinausschauen zu müssen. Vor einiger Zeit hatte ich mich schon mit Sandra Bartocha, Thomas Brocher und anderen über die Möglichkeiten des Sony NEX Systems ausgetauscht und so kam die NEX7 in meinen Fokus. Die Kamera ist mit der enormen Auflösung von 24 MPix ihres APS-C Sensors eine wahre Diva was die Ansprüche an Objektive betrifft. Ausschlaggebend war dann das ausgezeichnete Superweitwinkelzoom SEL1018 von Sony. Im direkten Vergleich mit der EOS 5D III und dem EF 17-40L geht die Sony-Kombination als klarer Sieger hervor was die Bildqualität bei ISO 100-200 angeht. Erst Boliden vom Schlage eines Canon TS-E24 oder Zeiss 15 mm können sich von den Leistungen der kompakten Sony-Kombination klar absetzen.

Für ganz kleines Geld bietet Sigma 30mm und 60mm Festbrennweiten für die NEX an, die optisch ausgezeichnet sind. Vervollständigt wurde meine NEX-Ausrüstung durch das Zeiss-Sony 1.8 21 mm, das allerdings kostspielig war. Mit Filtern aus dem kompakten Lee Seven5-System, Zwischenring, 5 Akkus, 3 Speicherkarten und allerlei Kleinkram in der ThinkTank Mirrorless Mover Tasche hatte ich eine komplette Fotoausrüstung mit 4 Objektiven, die gerade mal 2 kg wog.

Welche Einschränkungen gibt es im Vergleich zur 5D III? Neben der fehlenden Abdichtung von Body und Objektiven sind es ein paar Kleinigkeiten, die den Einsatz erschweren und die ich kurz aufzählen möchte:

  • Der Akkuverbrauch ist nicht zu verachten, bei intensiver Nutzung sollte man einen Akku / Tag einplanen.
  • Trotz der leichten Ausrüstung sollte ein stabiles Stativ zum Einsatz kommen, die enorme Pixeldichte des Sensors fordert hier ähnlich wie bei der EOS 7D oder der Nikon D800 ihren Tribut.
  • Bei der 5D III hat man durch die parallele Bildaufzeichnung auf zwei Speicherkarten die Möglichkeit einer internen Datensicherung – bei der NEX ist man auf externe Sicherungssysteme angewiesen.
  • Die NEX bietet keine Doppelbelichtung und Sucher / Display sind vor allem bei Schwachlicht den Möglichkeiten der 5D III deutlich unterlegen.

Unter dem Strich ist die NEX für solche Touren aber eine hervorragende Alternative und auch der Blick auf das Preisschild stimmt einen sehr positiv. Als sehr angenehm empfand ich es übrigens, mit der unscheinbaren NEX Streetfotografie und ähnliches zu betreiben. Man wird nur als “normaler Knipser” wahrgenommen und erregt nicht solche Aufmerksamkeit wie mit einen DSLR-Monster. 

 

Da das Sony SEL1018 bereits bei 10 und 12 mm seine sehr gute Abbildungsleistung hat (mal abgesehen von der erheblichen Vignettierung), lag es für mich nahe, es auch für Hochformatpanoramen einzusetzen. Erwin Hopf von PT4Pano hat mich hierbei ausgezeichnet beraten und mir einen maßgeschneiderten Panoramakopf zusammengestellt, der sich vor allem durch seine idiotensichere Bedienung ausgezeichnet hat.

Nun aber zur Reise: Es sollte richtig dicke kommen! So gut das Wetter bei unserer ersten Schottland-Reise in diesem Jahr war, so ungnädig sollte der Wettergott diesmal sein. Bereits der erste Tag zeichnete sich durch Dauerregen und orkanartige Windböen aus. Viele Furten waren durch die Wassermassen unpassierbar geworden und erst nach mehr als 8 Stunden und über 20 km durch die Highlands fand ich schließlich ein Plätzchen. an dem ich mein Zelt halbwegs sicher aufbauen konnte. Natürlich war alles patschnass, zumindest die Kameraausrüstung blieb verschont – anders als der Autoschlüssel meines Mietwagens, der in einer Tasche schwamm. Trockene Füße sollte ich die nächsten vier Tage nicht mehr bekommen.  

Der Regen war mein ständiger Begleiter und erst am letzten Tag vor meiner Abreise hatte das schottische Wetter Gnade mit mir und schenkte mir noch einen weitestgehend sonnigen Nachmittag. Trotz der widrigen Bedingungen – mit denen man in Schottland zu jeder Jahreszeit rechnen muss – waren es schöne Tage in den Highlands rund ums Glen Coe, die ich nicht missen möchte. Es wird auch sicherlich nicht die letzte Trekking-Tour mit der NEX im Gepäck sein…

Veröffentlicht unter Allgemein, Berichte und Tipps, Fotoreisen | 3 Kommentare

Rückblick Florida 2013

Meine diesjährige einmonatige Fotoreise nach Florida war ausgesprochen abwechslungsreich. Im ersten Teil der Reise bin ich von den Everglades bis an die Tampa Bay gereist. Zunächst stand die Landschafts- und Pflanzenfotografie im Vordergrund. Der außergewöhnlich hohe Wasserspiegel der Everglades in diesem Jahr kam mir hierbei sehr entgegen. Beindruckt war ich vor allem von der Flora in den überfluteten Zypressenwäldern, die ich mit hohen Gummistiefeln bekleidet erkundet habe.

 

 

Natürlich kam auch die klassische Tierfotografie nicht zu kurz, vor allem im zweiten Teil der Reise, in dem ich für Stephan Tüngler eine Fotoreise geleitet habe. Die Reiseteilnehmer aus der Schweiz waren ausgesprochen nett und wir hatten viel Spaß. Leider war es an der Golfküste oft sehr windig und nachts kalt, was uns an einigen Tagen relativ wenige Vögel bescherte. Offensichtlich durch den höheren Wasserstand bedingt brüteten zum Ausgleich dafür für diese Jahreszeit außergewöhnlich viele Waldstörche und Anhingas in den Everglades.

Wie schon in New Mexico war das Filmen mit der DSLR und verschiedenen Videokameras in diesem Jahr eins meiner wichtigsten Projekte in Florida. Es werden aber sicherlich noch etliche Monate vergehen, bis die Postproduktion herfür abgeschlossen ist.

Einen bedeutenden Teil meiner fotografischen Arbeit in Florida stellt mittlerweile die Reportagefotografie dar. Nachdem im letzten Jahr der Fokus auf der Landwirtschaft und dem Schutz der Manatees lag, habe ich mich diesmal einer Fotoreportage über die medizinische Versorgung und Pflege verletzter Wildtiere gewidmet. Hierzu an dieser Stelle später einmal mehr…

Anders als in den letzten Jahren habe ich außer während der Fotoreise ausschließlich im Zelt übernachtet. Vor allem die (kostenlose) Übernachtung im Big Cypress National Preserve abseits der üblichen Touristenpfade hat mich hierbei der Natur sehr nahe gebracht und war zuweilen auch recht spannend. Ach ja, neugierige Gäste gab es auf den Zeltplätzen auch häufiger…

 

Es war wieder eine wunderschöne Zeit in Florida und der Abschied fiel schwer. Trotz der eisigen Temperaturen in der Heimat habe ich mich aber auch wieder gefreut nach Hause zu kommen!

 

Veröffentlicht unter Allgemein, Berichte und Tipps, Fotoreisen | Hinterlasse einen Kommentar
 
(c) Copyright by Thomas Block 2005-2018
Alle Bilder sind urheberrechtlich geschützt.