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Rückblick Florida 2013

Meine diesjährige einmonatige Fotoreise nach Florida war ausgesprochen abwechslungsreich. Im ersten Teil der Reise bin ich von den Everglades bis an die Tampa Bay gereist. Zunächst stand die Landschafts- und Pflanzenfotografie im Vordergrund. Der außergewöhnlich hohe Wasserspiegel der Everglades in diesem Jahr kam mir hierbei sehr entgegen. Beindruckt war ich vor allem von der Flora in den überfluteten Zypressenwäldern, die ich mit hohen Gummistiefeln bekleidet erkundet habe.

 

 

Natürlich kam auch die klassische Tierfotografie nicht zu kurz, vor allem im zweiten Teil der Reise, in dem ich für Stephan Tüngler eine Fotoreise geleitet habe. Die Reiseteilnehmer aus der Schweiz waren ausgesprochen nett und wir hatten viel Spaß. Leider war es an der Golfküste oft sehr windig und nachts kalt, was uns an einigen Tagen relativ wenige Vögel bescherte. Offensichtlich durch den höheren Wasserstand bedingt brüteten zum Ausgleich dafür für diese Jahreszeit außergewöhnlich viele Waldstörche und Anhingas in den Everglades.

Wie schon in New Mexico war das Filmen mit der DSLR und verschiedenen Videokameras in diesem Jahr eins meiner wichtigsten Projekte in Florida. Es werden aber sicherlich noch etliche Monate vergehen, bis die Postproduktion herfür abgeschlossen ist.

Einen bedeutenden Teil meiner fotografischen Arbeit in Florida stellt mittlerweile die Reportagefotografie dar. Nachdem im letzten Jahr der Fokus auf der Landwirtschaft und dem Schutz der Manatees lag, habe ich mich diesmal einer Fotoreportage über die medizinische Versorgung und Pflege verletzter Wildtiere gewidmet. Hierzu an dieser Stelle später einmal mehr…

Anders als in den letzten Jahren habe ich außer während der Fotoreise ausschließlich im Zelt übernachtet. Vor allem die (kostenlose) Übernachtung im Big Cypress National Preserve abseits der üblichen Touristenpfade hat mich hierbei der Natur sehr nahe gebracht und war zuweilen auch recht spannend. Ach ja, neugierige Gäste gab es auf den Zeltplätzen auch häufiger…

 

Es war wieder eine wunderschöne Zeit in Florida und der Abschied fiel schwer. Trotz der eisigen Temperaturen in der Heimat habe ich mich aber auch wieder gefreut nach Hause zu kommen!

 

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New Mexico – der Film

Nach meinen ersten Gehversuchen in Sachen „Filmen mit der Spiegelreflex“ im Winter 2009 in Helgoland bin ich zwei Jahre später mein zweites Filmprojekt in New Mexico angegangen. Es hat sich auch hier wieder gezeigt, dass der erfolgreiche Abschluss des Projekts vor allem von einem vorher sorgfältig durchdachten Drehbuch abhängig ist, wobei man beim Filmen in der Natur natürlich nicht alles vorplanen kann.

Zum Einsatz kam neben der Canon EOS 5DII und 7D die Aktionkamera GOPro Hero der ersten Generation. Der gute alte Manfrotto MA501 hat seinen Dienst zuverlässig auf einem preiswerten Wolf-Alustativ verrichtet. Den Ton habe ich teilweise mit einem externen Recorder von Olympus aufgezeichnet, wobei sich herausgestellt hat, dass das auf der Kamera montierte Rode Stereo-VideoMic in der Regel den überzeugenderen Ton geliefert hat.

Der erste Teil des Films zeigt die Überwinterungsgebiete der arktischen Schneegänse und Kanadakraniche in Bosque del Apache. Hier konnte ich nur bedingt nach Drehbuch filmen, da meine gefiederten Stars zumeist andere Vorstellungen vom Drehskript hatten als ich 🙂 Trotzdem sind einige schöne Aufnahmen von den Massenstarts der Tiere gelungen. Den zweiten Teil habe ich in der Gipswüste White Sands National Monument bei Alamogordo gedreht. Obwohl nur anderthalb Tage Zeit für den Dreh zur Verfügung standen, habe ich dort eigentlich alle Bilder in den Kasten bekommen, die ich wollte.

Die Roadtrip-Sequenzen habe ich mit der GOPro gedreht, was sehr einfach war und zufriedenstellende Ergebnisse geliefert hat. Erstaunlich, wie sauber die automatische Belichtungseinstellung dieses Winzlings arbeitet.

 

Aufgrund verschiedener anderer Aktivitäten lag das gedrehte Material dann erst einmal ein Jahr ungenutzt auf der Festplatte. Aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen wusste ich, dass Schnitt und Vertonung wieder beträchtlich Zeit in Anspruch nehmen würden und so habe ich diese Arbeiten extern vergeben, was im Nachhinein eine sehr gute Entscheidung war. Die komplette Postproduktion hat Rene Werner www.rene-werner.de übernommen. Herr Werner hat nicht nur mit viel Engagement eine überzeugende Arbeit abgeliefert, er hat mir auch viele Verbesserungsvorschläge für zukünftige Projekte geliefert.

 

Nach dieser schönen Zusammenarbeit werde ich auch die beiden neuen Filmprojekte in diesem Jahr mit seiner Unterstützung angehen. Diesmal wird in Florida gedreht – worum es in den Filmen geht verrate ich erst einmal nicht 🙂 Jedenfalls kommt eine ganze Menge mehr Equipment zum Einsatz: Neben der neuen 5DIII ein Kamerakran, die neue GOPRo Hero Black Edition und ein kompakter Camcorder von Canon.

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Abgetaucht

Nach den wunderbaren Erfahrungen mit den Manatees in Florida stand für mich fest, dass ich mein fotografisches Spektrum dauerhaft um die Unterwasserwasserfotografie erweitern möchte. Bei den Manatees war Schnorcheln ausreichend, aber die meisten Motive Unterwasser erschließen sich erst, wenn man mit Pressluft taucht. Also begann ich vor rund einem Jahr meine Tauchausbildung. Schon bald wurde mir klar, dass gute UW-Fotografie eine erhebliche Erfahrung als Taucher voraussetzt. Also habe ich einen wesentlichen Teil meiner Freizeit dafür investiert, meine Taucherfahrung zu intensivieren. Anstatt dies wie viele andere im klaren warmen Wasser Ägyptens zu tun, habe ich mich ausschließlich auf das Tauchen in Deutschland beschränkt und so die zum Teil sehr schöne Unterwasserwelt in meiner Heimat kennengelernt. Meine fotografischen Aktivitäten habe ich während der Tauchausbildung bewusst zurückgestellt.

Nach einem Jahr Erfahrung und der Brevetierung als Advanced Open Water Diver und Rescue Diver habe ich mich sicher genug gefühlt, mit der Ausrüstung (Canon 5D II im ikelite-Gehäuse mit zwei ikelite-Blitzen) auf Motivjagd unter Wasser zu gehen. Mein erstes Ziel waren die Hummer im Grevelinger Meer in den Niederlanden. Leider war die Sicht nur bei einem der Tauchgänge ausreichend, um gute Bilder machen zu können.

Einige Wochen später kam die zweite Feuerprobe in Sachen Unterwasserfotografie. Hierzu hatte ich mir etwas Besonderes ausgesucht: Der Karlsruher Zoo bietet in Zusammenarbeit mit einer Tauchschule Tauchgänge mit kalifornischen Seelöwen an, um den Tieren etwas Abwechslung vom Zooalltag zu bieten. Der Tauchgang war eine wunderschöne Erfahrung, leider waren aber auch hier die Sichtverhältnisse sehr bescheiden, so dass nur wenige brauchbare Bilder herauskamen.

Der Anfang ist jedenfalls gemacht und ich freue mich auf viele neue spannende Begegnungen Unterwasser im kommenden Jahr!

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Pimp my Gitzo :-)

Mein recht universelles „Standardstativ“ Gitzo GT 3541 konnte zwei meiner Wünsche an ein ideales Stativ nicht erfüllen:erstens eine hohe Unempfindlichkeit gegen Schmutz und Wasser und zweitens ein Gewicht, das auch lange Trekkingtouren ermöglicht.
Über die große Schmutzempfindlichkeit der Beinverriegelungen an den Gitzo-Stativen habe ich mich schon oft geärgert. Während meiner Floridareisen habe ich die Stative schon unzählige Male nach dem Einsatz im Wasser der Lagunen in ihre Einzelteile zerlegen müssen, nachdem die Beinverschlüsse blockiert haben. Das GT 3541 war insoweit keine Verbesserung zum vormals genutzten GT 1348. Zwar bietet Gitzo schon seit Jahren das Oceanic-Stativ mit abgedichteten Beinverschlüssen an, aber dies war aufgrund der geringen Belastbarkeit keine ernsthafte Alternative für mich.

Der Himmel schien meine Gebete erhört zu haben, als Gitzo dann vor rund zwei Jahren die eigentlich für Spektive vorgesehene Serie „Safari“ ankündigte, die abgedichtete Beinverschlüsse versprach – allerdings nur an den unteren beiden Beinsegmenten, der obere Verschluss bleibt konventionell nicht abgedichtet. Es ist mir schleierhaft, was sich die italienischen Entwickler hierbei gedacht hatten. Nach einigen Verzögerungen waren die Safari-Stative dann lieferbar, leider zu einem Preis der sich gewaschen hatte. Bald hielt ich mein Gitzo Safari GT 2540 FL in den Händen, dessen Leistungsdaten sich vielversprechend lasen:

  • Max. Höhe ohne Mittelsäule 151 cm
  • Transportlänge 61 cm
  • Tragfähigkeit 12 kg
  • Eigengewicht 1,43 kg

Und in der Tat machte das handliche Stativ einen sehr soliden Eindruck. Da das Stativ für den Einsatz mit Mittelsäule konzipiert ist, ist die Stativbasis wie so häufig der konstruktive Schwachpunkt  in Bezug auf die Stabilität. Die Firma Markins bietet hierfür eine hervorragende Austauschbasis an, die jedoch noch einmal mit satten 170 EUR zu Buche schlägt. Ergänzt man das so modifizierte Stativ um den Markins Kugelkopf Q20, erhält man eine Kombination, die auch mit einem 500er (hierfür verwende ich zusätzlich den WimberleySidekick) genutzt werden kann – und dies bei einem  Eigengewicht von 2 kg – das ist absolut konkurrenzlos! Das Tüpfelchen auf dem i sind dann noch die originalen Legwarmer von Gitzo(erheblich besser als die Produkte der Fremdhersteller) und ein Stativhaken aus Edelstahl von Markins.


Nach etlichen Reisen mit dieser Kombination ziehe ich folgendes Resümee:

 
++ exzellentes Verhältnis von Eigengewicht und Tragfähigkeit
+- Untere Beinelemente besser als bei der Standardausführung abgedichtet, aber auch nicht optimal
– Einfassung der Stativbeine oben korrodiert bei Kontakt mit Salzwasser
– Verschluss des obersten Beinelements nicht abgedichtet
— extrem hoher Preis, insbesondere in der besprochenen modifizierten Ausführung

 
Trotz der genannten Defizite ist diese Kombination für mich momentan absolut konkurrenzlos, wenn man ein sehr leichtes Stativ mit außerordentlicher Tragfähigkeit sucht, das auch für den Einsatz im oder am Wasser geeignet ist.

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Fotoreise Florida 2013

Auch im kommenden Jahr werde ich wieder eine zweiwöchige Fotoreise für maximal sechs Fotografen in den Sunshine State für Stephan Tüngler FOTOreisen leiten.

Kurzbeschreibung zur Reise
Die unglaubliche Nähe zu den Tieren sowie der Artenreichtum der Vogelwelt machen den Süden Floridas zum Traumziel für Tierfotografen. Spätestens seit Fritz Pölking regelmäßig Florida besucht hat und seitdem der amerikanische Fotograf Arthur Morris mit seinen Vogelbildern auf sich aufmerksam machte, ist Florida zu den Top-Spots für Tierfotografen avanciert. Einer der Gründe ist sicherlich, dass es in Florida besonders leicht ist, zu guten Vogelbildern zu gelangen. Begründet liegt dies vor allem in der geringen Scheu der Tiere, egal ob es elegante Fischer wie Anhinga und Pelikane sind, oder eindrucksvolle Greifvögel wie Fischadler, Weißkopfseeadler und verschiedene Geierarten.


Sie erleben eine sehr abwechslungsreiche Reise von den Alligatoren in den Sümpfen der Everglades bis hin zu den traumhaften Stränden Sanibel Islands mit all seinen Naturschönheiten. Ihr Reiseleiter Thomas Block ist bestens mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut und steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.
Ihre Fotoreise nach Florida ist so konzipiert, dass Sie optimale Bildergebnisse mit nach Hause bringen. Sie reisen in einer kleinen Gruppe von max. 6 Fotografen im geräumigen Van mit Klimaanlage und sind an 3 verschiedenen Standorten in Hotels der gehobenen Mittelklasse untergebracht. Von hier aus geht es auf kurzen Wegen vor Sonnenaufgang los zu Ihrem Tagesziel.

Weitere Informationen zur Reise vom 4.03 bis 17.03.2013 gibt es hier.

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