Logo Thomas Block Naturfotografie
 

Schnee in Bosque del Apache!

Sagenhafte Minus 17 Grad zeigte das Thermometer heute Morgen um 4:30 Uhr an, nachdem gestern den ganzen Tag heftige Schneefälle ein Verlassen des Motels zum Fotografieren unmöglich machten. Es spielten sich tumultartige Szenen ab, als „gestrandete“ Autofahrer versuchten, die letzten Motelbetten in Socorro zu ergattern, da ein Weiterkommen nach Albuquerque nicht möglich war.

Da die Interstate von Socorro Richtung Bosque del Apache seit gestern Mittag wegen der Witterungsbedingungen gesperrt war, haben wir uns am frühen Morgen über vereiste Backroads Richtung Süden gekämpft. Die Mühe wurde belohnt – Schneegänse und Kanadakraniche vor einer atemberaubenden verschneiten Bergkulisse. Ein Tag den wir sicherlich nicht so schnell vergessen werden!

 

Übermorgen geht der Flieger wieder Richtung Deutschland. Im Gepäck sind abertausende Bilder und wunderbare Erinnerungen an die Flora und Fauna New Mexicos…

Veröffentlicht unter Fotoreisen | Hinterlasse einen Kommentar

Grüße aus New Mexico

Gut eine Woche sind meine vierköpfige Gruppe und ich nun unterwegs. Nach einem zweitägigen Ausflug zum White Sands National Monument sind wir zurück in Bosque del Apache und freuen uns wieder auf Schneegänse und Kanadakraniche.

Der heiße Sommer und die dadurch bedingten Ernteausfällen machten mich zunächst skeptisch, ob Bosque wieder die üblich guten Fotomöglichkeiten bietet. Diese Zweifel waren bald zerstreut – abertausende Schneegänse und Kanadakraniche boten wieder ausgezeichnete Motive, wobei uns die wechselhaften Wetterbedingungen immer wieder neue Situationen vor der Kamera ermöglichten. Aber auch der ganz besondere Charme und die Ruhe der strahlend weißen Gipswüste White Sands in der Nähe von Alamogordo haben uns begeistert.
Bosque ist ein Treffpunkt der internationalen Fotoszene und natürlich war auch Arthur Morris mit seiner Gruppe anwesend. Nicht schlecht gestaunt habe ich, als ich den neben mir stehenden Fotografen dann als Art Wolfe identifizieren konnte. So klein ist die Welt…

Obwohl ich mich dieses Jahr auf das Filmen in New Mexico konzentriere, konnte ich das Fotografieren nicht ganz sein lassen :-)  Fortsetzung folgt…

 

 

 

 

Veröffentlicht unter Fotoreisen | Hinterlasse einen Kommentar

Interview für Globetrotter: “Zwischen Akten und Auslöser”

Im  Oktober steht bei mir wie jedes Jahr die Vorbereitung auf das Internationale Naturfotofestival der GDT im Vordergrund. Da war ein Interview für 4-Seasons.de ein willkommenes Intermezzo. Der sehr nette Kontakt zur Redaktion von 4-Seasons entstand, da einige meiner Bilder auf der neuen iPad-App von Globetrotter gezeigt werden. Themen des Interviews waren mein Weg zwischen  Steuerberatungskanzlei und Naturfotografie, Konkurrenz und Zusammenarbeit von Naturfotografen und natürlich die GDT. Das vollständige Interview lesen Sie bei einem Klick auf den Screenshot

Veröffentlicht unter Allgemein, Ausstellungen und Publikationen | Hinterlasse einen Kommentar

Low Budget Unterwasserfotografie mit der EOS 5D II

 

Unterwasserfotografie ist eine interessante Facette der Naturfotografie, die in der Regel nur Spezialisten vorbehalten bleibt. Der Grund hierfür sind die enormen Kosten einer Unterwasser-Foto-Ausrüstung, die Quereinsteiger abschrecken. Gleichwohl wäre es für viele Naturfotografen sehr interessant, gelegentlich unter Wasser zu fotografieren – sei es, um das eigene Portfolio zu erweitern oder um auch den UW-Aspekt einer Dokumentation über eine bestimmte Location mit abdecken zu können.

 

Der folgende Beitrag soll untersuchen, ob und mit welchen Kompromissen bezahlbare Unterwasserfotografie mit der Spiegelreflexkamera möglich ist. Als Ausgangsbasis dient die Canon EOS 5D II mit dem EF 17-40 L, einer sehr beliebten Kombination in der Naturfotografie.

Bereits mit einem preiswerten Weichplastikgehäuse lassen sich ansehnliche UW-Aufnahmen machen.

 

Grundlagen

 

Drei Aspekte sind bei der Unterwasserfotografie zu beachten: Erstens die Absorbierung der Spektralfarben des Lichts bei zunehmenden Tiefe. Bereits bei einer Tauchtiefe von 2 Metern werden rote Farbtöne nur noch sehr abgeschwächt abgebildet, mit zunehmender Tiefe verschwinden weitere Farben, so dass bald nur noch Blau zu sehen ist. Diesem Effekt lässt sich ausschließlich durch künstliche Lichtquellen, insbesondere Blitzlicht entgegenwirken. Damit kommen wir auch schon zum zweiten Aspekt, dem Abstand zum Motiv: Wasser hat bekanntlich eine deutlich höhere Dichte als Luft und enthält zudem oft viele Schwebteilchen. Umso weiter nun die Entfernung zum Objekt und umso trüber das Wasser ist, desto schlechter werden die Bilder. Zudem befinden sich bei zunehmender Entfernung immer mehr Schwebteilchen zwischen Motiv und Kamera, die auch die Blitzfotografie durch Reflexionen sehr beeinträchtigt.

 

Darum lautet eine Grundregel der Unterwasserfotografie: Möglichst nah ran ans Motiv und sorgfältig mit künstlichem Licht ausleuchten!

 

Möglichst nah ran führt uns zum dritten Aspekt: Der Brennweitenverlängerung im Wasser. Fotografiert man unter Wasser durch eine Planscheibe, verlängert sich die Brennweite um den Faktor 1,3. Bei Weitwinkelobjektiven unter 28 mm kommt eine erhebliche Randunschärfe hinzu. Vermeiden lässt sich beides durch den Einsatz eines Domeports – eines stark gewölbten Frontglases im Unterwassergehäuse.

 

Das Weichplastikgehäuse

 

Das Synonym für Weichplastikgehäuse ist ewa-Marine, die schon seit vielen Jahren Gehäuse produzieren, die den preiswertesten Einstieg (ca. 240 EUR sollen kalkuliert werden) in die Unterwasserfotografie bieten. Die weit verbreitete Skepsis hinsichtlich der Dichtigkeit der Gehäuse ist unbegründet, wenn man – wie auch bei „harten Gehäusen“ – auf ein sorgfältiges Verschließen achtet, denn Weichplastikgehäuse müssen anders als Festgehäuse nicht dem enormen Druckunterschied zwischen dem Inneren des Gehäuses und dem Wasserdruck standhalten, und so ist es theoretisch möglich, mit diesen Beuteln bis zu 50 m tief zu tauchen. Theoretisch. Denn praktisch gesehen schmiegt sich der Beutel bei zunehmender Tiefe so dicht um die Kamera, dass sich diese nicht mehr gut bedienen lässt. Von daher würde ich ewa-marine-Gehäuse  primär für Schnorchler empfehlen. In geringer Tiefe lässt sich die Kamera befriedigend bedienen, wobei der Liveview die bessere Alternative zum optischen Sucher der Kamera ist.

ewa-Marine-Gehäuse mit den im Text erwähnten Ergänzungen.

 

Pimp my ewa-Marine

 

Die Funktionalität des Gehäuses lässt sich schon einmal dadurch deutlich erhöhen, dass man Gewichte im Gehäuse unterbringt, sodass dieses neutral tariert ist. Hierfür ist bei der 5D II ein Softbleigewicht mit ca. 700 gr., das ewa-Marine als Zubehör anbietet, ausreichend. Die zweite entscheidende Verbesserung stellt das Blitzsystem dar. Zwar gibt es von ewa-Marine Gehäuse, die einen Aufsteckblitz aufnehmen, jedoch liegt dieser dann nahe der optischen Achse, was häufig keine befriedigenden Ergebnisse bringt, insbesondere sind angeblitzte Schwebteilchen ein Problem. Die Lösung ist ein externer Sklavenblitz wie der Intova ISS-2000, der für rund 200 EUR in der Bucht zu haben ist und sich sehr gut manuell steuern lässt. Zwei Hürden gilt es aber noch zu überwinden. Der Intova benötigt einen Blitzauslöser oder ein kleines Blitzgerät auf der Kamera, um über ein Lichtleiterkabel angesteuert zu werden. Meine Wahl fiel hier auf das kompakte Speedlite 270EX. Weiterhin gilt es, den Blitz sinnvoll am Gehäuse zu befestigen. ewa-Marine bietet hierzu optional die Montage einer Kamerabefestigung nebst Stativgewinde am Gehäuse gegen Aufpreis an.

 

Mit dieser Konfiguration sind dann schon erstaunlich gute Bilder möglich. Alles in allem sollten Sie mit einer Investition von rund 600EUR rechnen.

 

Folgende Kompromisse müssen Sie eingehen:

  • Beschränkte Eignung für größere Tiefen
  • Schlechte Weitwinkelkompatibilität wegen Planglas
  • Sucher nur bedingt nutzbar, langsamer AF bei Liveview

 

Aufnahme mit ewa-Marine und externem Blitz.

  

Polycarbonat-Gehäuse

 

Einen der günstigsten Einstiege in die Welt der Festgehäuse bilden die durchsichtigen Kunststoffgehäuse der Firma Ikelite aus den USA, die bis 60 m Tiefe genutzt werden können. Bei den Unterwasser-Profis stößt Ikelite auf ein unterschiedliches Echo, manche lieben es, andere hassen es – wobei die meisten der letzten Gruppe noch nicht mit diesen Gehäusen fotografiert haben… Ikelite-gehäuse bieten mindestens den gleichen Funktionsumfang wie die deutlich teureren Metall- oder Kohlefasergehäuse. Mit Ausnahme des Multikontrollers und der Abblendtaste können sämtliche Kamerafunktionen bedient werden. Die entsprechenden Bedienelemente sind sehr ergonomisch angeordnet.  Nachteilig ist bei den Ikelite-Gehäusen das hohe Gewicht (Gehäuse + 8“ Dome + Kamera 6,9 kg) und die etwas klobige Bauform. Beides ist natürlich unter Wasser zu vernachlässigen. Der Service von Ikelite ist nach meinen Erfahrungen sehr gut. Der optische Sucher ist bei Ikelite kein Quell der Freude, was aber bei anderen Herstellern oft auch der Fall ist. Abhilfe schafft hier ein hochwertiger 45°-Sucher von Inon.

Ikelite Polycarbonat-Gehäuse mit 8“ Dome und 45°-Sucher von Inon.

 

Einer der größten Vorteile gegenüber den Weichplastikgehäusen ist die Möglichkeit, verschiedene Frontgläser und Objektivtuben (modulares Portsystem) zu verwenden. Neben Planglas für Makro und gemäßigte Brennweiten sind vor allem die gewölbten Domeports für Weitwinkeloptiken wichtig.

 

Was kostet der Spaß nun? Für 1.750 EUR erhalten Sie das Gehäuse mit dem großen Domeport und Portadapter für das EF 17-40, dessen Zoom auch unter Wasser genutzt werden kann.

 

Ikelite bietet ein Blitzsystem mit ausgezeichnetem Ruf an. Die Preise für leistungsstarke Blitze fangen bei 700 EUR / Stk. zzgl. Halterungen an. Insofern bietet es sich bei gelegentlichem Einsatz an, das Blitzsystem zu leihen. Der deutsche Ikelite-Importeur aus Aachen http://digital-dive.de/bietet beispielsweise zwei Ikelite-Blitze mit allem erforderlichen Zubehör für zwei Wochen für 120 EUR an, wobei dieser Betrag bei sofortigem Kauf nach der Mietzeit wieder gutgeschrieben wird. Das gilt übrigens auch für Leihgehäuse. Ein sehr faires Angebot, wie ich finde.

 

Halb-und-Halb-Aufnahmen sind im ewa-Marine nur mit Einschränkungen auch möglich.

 

Fazit

 

Wer nur ganz sporadisch beim Schnorcheln Bilder machen möchte, wird mit einem ewa-Marine-Gehäuse glücklich. Für alle anderen sind Ikelite-Gehäuse eine gute Alternative, insbesondere wenn man die Möglichkeit in Betracht zieht, Gehäuse und Blitz erst einmal kostengünstig zu mieten und dann bei Gefallen zu kaufen.

Veröffentlicht unter Berichte und Tipps | 5 Kommentare

GDT Festival: The Techniques of Underwater Photography

Warum gerade Unterwasserfotografie?

Alex Mustard auf dem Internationalen Naturfoto-Festival der GDT

(c) Internationales Naturfoto-Festival 2011/ Alexander Mustard

 
Dr. Alex Mustard, 32, ist preisgekrönter Meeresbiologe und gilt weltweit als einer der innovativsten und kreativsten Unterwasserfotografen. Er ist Autor zahlreicher Fachbücher, die vielfach übersetzt wurden. Regelmäßig schreibt Alex außerdem für verschiedene internationale Magazine über seine speziellen Techniken der digitalen Unterwasser-Fotografie – insgesamt wurden bisher mehr als 300 Artikel über das Leben im Meer, Tauch- und Unterwasser-Fotografie veröffentlicht.
 
In seiner fotografischen Arbeit nutzt Alex neben digitalen Systemen auch 35mm und Mittelformat-Spiegelreflexkameras. Für seine nachdenklichen, originellen und oft spektakulären Fotografien wurde er vielfach international ausgezeichnet, unter anderem gewann er bereits zweimal den Wettbewerb BBC Wildlife Photographer of the Year in der Kategorie Unterwasser.
  
In dem Tagesseminar „The Techniques of Underwater Photography“ auf dem Internationalen Naturfoto-Festival der GDT vom 28. bis zum 30. Oktober 2011 bietet Alexander Mustard einen faszinierenden Einblick in die Details seiner außergewöhnlichen fotografischen Arbeit. Er erklärt die Vorteile der Unterwasserarbeit und stellt die Ähnlichkeiten und Unterschiede zur Naturfotografie an Land dar. Anhand von Beispielbildern aus seinem Portfolio gibt er Einblicke in einige anspruchsvolle Techniken und die von ihm verwendete Spezialausrüstung.
 

Zum Schluss geht Alex noch auf die zur Verfügung stehenden technischen Mittel für die ersten Schritte in der Unterwasserfotografie ein. Viele Motive lassen sich schon beim Schnorcheln festhalten, und während ein DSLR-Unterwassergehäuse mit allen Schikanen schnell den Preis eines lichtstarken Teleobjektivs erreicht, gibt es durchaus Optionen für jeden Geldbeutel.

 Am Samstagabend (29. Oktober) bietet Alex Mustard mit seinem Bilder-Vortrag „Warum gerade Unterwasser-Fotografie?“ noch ein besonderes Highlight für Unterwasser-Fotografen – und für alle, die sich für großartige Bilder aus dem nassen Element begeistern!

 
Zum 19. Mal lädt die Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT) zum Internationalen Naturfoto-Festival in Lünen. Fotografen und Interessierte aus der ganzen Welt kommen zum renommiertesten Festival dieser Art in Europa: neben Live-Vorträgen nationaler und internationaler Naturfotografen, Seminaren und Ausstellungen bieten Produktpräsentationen und Workshops reichlich Gelegenheit zur Fachsimpelei und zeigen neue Entwicklungen in der Naturfotografie auf. Ein großer Fotomarkt informiert über Neuheiten und Bewährtes im Bereich der Fototechnik. Trotz Professionalität und internationalem Flair bieten sich wie gewohnt reichlich Möglichkeiten, um in entspannter, familiärer Atmosphäre mit Gleichgesinnten ins Gespräch zu kommen und neue Kontakte zu knüpfen. Willkommen in Lünen!

 

Datum: 28. – 30. Oktober 2011
Ort:Veranstaltungszentrum Heinz-Hilpert-Theater/Hansesaal
Kurt-Schumacher-Str. 39-41
44532 Lünen
 

KARTENVERKAUF

Monika Bruisch, Holtenauer Straße 210, D – 24105 Kiel
Email: gdt.festivalkarten@gmx.de, Fon: +49 (0)431 – 820 77, Fax: +49 (0)431 – 5869930

Veröffentlicht unter Allgemein, Ausstellungen und Publikationen | Hinterlasse einen Kommentar
 
(c) Copyright by Thomas Block 2005-2011
Alle Bilder sind urheberrechtlich geschützt.